Sprungmarken
Suche
Suche

Die Glitter Twins sorgten für einen fulminanten Auftritt
Die Glitter Twins sorgten für einen fulminanten Auftritt © georg-foto, offenbach
Beste Stimmung von Beginn an prägte die Jubiläumsparty „50 Jahre Stadthalle – 50 Jahre beat beat beat“ am Samstag, 15. Oktober: Rund 1.200 Besucher feierten in der ausverkauften Halle mit vier hervorragend aufgelegten Bands, sangen und tanzten fast sechs Stunden lang.

Viele nutzten auch die Gelegenheit, um im Neuen Foyer die alten Tickets und Plakate, Bühnenanweisungen und Gästebucheinträge zu bestaunen. Deep Purple und Dire Straits, Jimi Hendrix und Frank Zappa: „Unglaublich, wer schon alles hier war“, wunderten sich einige Musikfreunde.

Am Jubiläumsabend sorgten die Glitter Twins, die zu Recht als eine der besten Coverbands der Rolling Stones gelten, für einen fulminanten Auftakt. Mit Titeln wie „Ruby Tuesday“, „Time is on my Side“ und auch „Like a Rolling Stone“ vom frisch gekürten Literaturnobelpreisträger Bob Dylan brachten die quirligen Lokalmatadoren den Saal von der ersten Reihe bis zu den hintersten Rängen in Bewegung. Etwas ruhiger wurde es bei den betagten Lords, laut Wikipedia eine der langlebigsten Bands der Welt – sie gaben unter anderem ihre 60er-Jahre-Hits „Shakin‘ all over“, Que Sera“ und „Poor Boy“ zum Besten, überraschten aber auch mit neueren Stücken.

Musikalische Höhepunkte

Es folgte unbestritten der musikalische Höhepunkt: The Manfred’s - die ursprünglichen Mitglieder von Manfred Mann ohne ihren damaligen Bandleader – reihten einen frisch aufbereiteten Hit wie „My Name is Jack“ oder „Ha Ha said the Clown“ an den anderen, balancierten bei „Pretty Flamingo“ elegant auf einem Bein und brachten mit „Fox on the Run“ oder „Mighty Quinn“ die Stadthalle endgültig zum Brodeln. Allein was der alterslose Paul Jones (er soll unglaubliche 74 Jahre alt sein) mit seiner Mundharmonika veranstaltete, ließ den Zuhörern quasi stellvertretend den Atem stocken…

Nach dem bejubelten Auftritt – und einer erneut erfreulich kurzen Umbaupause - kündigte hr-Kultmoderator Werner Reinke zum Abschluss Ray Dorset alias Mungo Jerry an. Mit unbeschwert-erdigen Nummern wie „Lady Rose“, beherzten Griffen in die E-Gitarre und dem wunderbar groovig präsentierten Hit „In the Summertime“ klang die Jubiläumsparty fröhlich und beschwingt aus.

„Wer beatet mehr“, hatte eine Besucherin in den ersten Tanzreihen auf ihrem T-Shirt stehen. Diese Frage muss bis auf Weiteres unbeantwortet bleiben…