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Einiges politisches Tauziehen gab es im Vorfeld der Planung um die Stadthalle Offenbach, doch nachdem am 17.4.1964 der Grundstein gelegt wurde, herrschte zur offiziellen Einweihungsfeier am 21. Mai 1966 allgemeine Harmonie.
Artikel Grundsteinlegung Stadthalle Offenbach, 18.04.1964
Artikel über die Grundsteinlegung für die Stadthalle Offenbach in der OP, 18.04.1964 © Offenbach-Post

Der Oberbürgermeister Georg Dietrich begrüßte am Dag-Hammarskjöld-Platz den Innenminister Heinrich Schneider, der die Festrede hielt und besonders auf die zukünftige Bedeutung der Halle im sportlichen und kulturellen Bereich aufmerksam machte: „Diese Sporthalle dient weithin dem Sport in Schule und Vereinen. Sie dient aber auch in starkem Maße der Pflege des Gemeinschaftslebens der Stadt durch gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen.”

Anschließend übergab der Architekt Eberhard Rieck dem Magistrat als Hausherrn den Schlüssel. Den offiziellen Rahmen rundeten der Gauspielmannszug des Turngaues Offenbach unter Valentin Klasser und der Kinderchor des Volkschores Offenbach unter Leitung von Werner Blum mit dem Lied „Tritt ein zu dieser Schwelle“ musikalisch ab. Die zahlreichen Besucher kamen dieser Aufforderung gern entgegen und bestaunten die sportlichen Vorführungen, die auf dem Programm der Einweihungsfeier standen. Geboten wurden Vorführungen mit dem Rhönrad, Basketball und Fechten, Tischtennis und Kunstradfahren, Hallenhandball und Tanzen, Tennis und Hallenhockey, Gymnastik, Hallenfußball und Turnen.

Die Tanzpaare der Offenbacher Tanzclubs „Maingold-Casino“ und „Silvester“ zogen dann ihre Runden über das Parkett. Einen Höhepunkt der Einweihungsfeier markierte schließlich ein Wettkampf der besonderen Art. Dabei standen sich der hessische Meister „ASV Siegfried“ und eine Mannschaft des Städtischen Tiefbauamtes in der Disziplin des Tauziehens gegenüber, wobei das Kräftemessen hier eher sportlicher denn politischer Natur war.

(Dieser Text von Peter Kropp erschien 2006 in der Jubiläumszeitung „40 Jahre Stadthalle“)